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Bielefelder Appell Update 2021

Der 2012 bundesweit gestartete Bielefelder Appell fordert 2021 in einer Aktualisierung zum Ende der Legislaturperiode einen Systemwechsel in der Daseinsvorsorge
- Rote Ampel für Ökonomisierung in Gesundheit, Betreuung und Begleitung


Auf dieser Seite finden Sie links
1. zum Text des "Bielefelder Appell Update 2021"
2. zur Pressemitteilung
3. zu den verwendeten Quellen
4. zu Grafiken und der Grußbotschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes
5. zu
weiteren Materialien
6. zum Grußwort des DGB Bundesvorstandes

Es ist Zeit, nach 25 Jahren das schlechte Ergebnis von Marktlogik und Neoliberalismus zur Kenntnis zu nehmen und die Qualität von Begleitung, Betreuung und Pflege wieder an erste Stelle zu setzen. Auch diese Bundesregierung hat keinen Kurswechsel eingeleitet.Der Mensch muss in der Daseinsvorsorge im Mittelpunkt stehen und nicht das Geld!
Der Mensch muss in der Daseinsvorsorge im Mittelpunkt stehen und nicht das Geld!


Alle 27 Betriebsräte und Mitarbeitendenvertretungen in Bielefeld, die für mehr als 26.000 Beschäftigte in Altenhilfe und Eingliederungshilfe für Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung, im Krankenhaus und in kommunal unterstützten Vereinen und Beratungsdiensten zuständig sind, wenden sich an die Öffentlichkeit sowie die Politik und stellen fest:
Nun sind plötzlich nicht die „üblichen Verdächtigen“ im Jargon des Neoliberalismus „systemrelevant“. Die Gesellschaft hat während der Corona-Pandemie unerwartet festgestellt, dass Banken und Autoindustrie allein nicht glücklich machen, wenn trotz hohem Börsenwert und hoher Dividendenausschüttung „das System“ aus anderen Gründen zusammenbricht.

"In der Berliner Zeitung vom 29. Dezember 2014 forderte der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann (CDU) flächendeckende Tariflöhne für Pflegekräfte:
„Es passt doch nicht zusammen, wenn in der Branche der zunehmende Fachkräftemangel beklagt wird, aber gleichzeitig nichts getan wird, die Attraktivität des Berufes zu erhöhen” (…) „Wir brauchen endlich flächendeckend faire Löhne, die von Arbeitgebern und Gewerkschaften in Tarifverträgen ausgehandelt werden."
(zit.n. Heintze, C., Öffentlicher Dienst – Quo vadis? - Öffentlicher Dienst zwischen fortgesetzter Auszehrung und Renaissance, 2017, Fußnote S.13).

Anständige Gehälter ohne gute Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz sind jedoch wertlos. Deshalb braucht Deutschland einen Systemwechsel - 25 Jahre Verschlechterung von Personalschlüsseln und Arbeitsverdichtung sind genug!

Jede und jeder sollte auch an einen möglichen eigenen Unfall denken, der im Krankenhaus behandelt werden muss, oder an das eigene Altern und eine notwendige Betreuung im Pflegeheim.
Das Recht auf menschenwürdige Begleitung und Pflege gilt erst recht für Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen: Menschen mit Behinderungen oder sozialen Schwächen.

Quellen und Texte zu den Arbeitsfeldern (Arbeit mit behinderten, kranken, alten und sozial geschwächten Menschen):

1. Eingliederungshilfe
   - Arbeit mit Menschen mit psychischer oder geistiger Behinderung
2. Krankenhaus
3. Altenhilfe
4. Arbeitsfelder, die durch kommunale Leistungsverträge gestützt existieren

sowie Materialien
A. zu einer Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung zur Vergütung im Sozial- und Gesundheitswesen im Vergleich zur Industrie
B. zu einer aktuellen Studie zum Fachkräftemangel und Möglichkeiten zu seiner Behebung der Universität Bremen & Arbeitnehmerkammer Bremen
C. zu einer aktuellen Studie zum DGB Gute-Arbeit-Index des DGB, Sonderauswertung ver.di zur "Arbeitsintensität in Diensleistungsberufen"


 

 

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